FAZUA · E-Mobilität
Die digitale Schnittstelle für einen leichten E-Bike-Antrieb
FAZUA hatte einen kompakten E-Bike-Antrieb entwickelt. Doch zentrale Einstellungen blieben an Desktop-Software und USB-Kabel gebunden. Gemeinsam entstand eine mobile Anwendung, die Konfiguration und Fahrdaten dorthin bringt, wo sie gebraucht werden: ans Fahrrad.
- Kunde
- FAZUA
- Rahmen
- Langfristige Entwicklung in zweiwöchigen Sprints
- Ergebnis
- Mobile App für zwei Antriebssysteme
Leistungen in diesem Projekt
Ausgangslage
Ein mobiles Produkt mit stationärer Bedienung
FAZUA hatte sich mit kompakten, leichten E-Bike-Antrieben im Markt positioniert. Die digitale Nutzererfahrung hielt damit nicht Schritt. Frühere App-Versionen arbeiteten mit überholten Bedienkonzepten und instabilen Bluetooth-Verbindungen. Wer zentrale Einstellungen verändern wollte, verband das Rad per USB mit einer Desktop-Anwendung. Das war umständlich und passte nicht zu einem Produkt, das unterwegs genutzt wird.
Die Aufgabe war deshalb größer als ein neues Interface. Fahrer, Smartphone und Antrieb mussten als zusammenhängendes Produktsystem gedacht werden. Die App sollte zuverlässig mit der Hardware kommunizieren, unterschiedliche Vorkenntnisse berücksichtigen und zentrale Fahr- und Systemdaten verständlich darstellen.
Vorgehen
Erst verstehen, dann den Funktionsumfang festlegen
Abb. 1 Vergrößern Was vorher am Rechner eingestellt wurde, liegt jetzt in der App.
FAZUA brachte das Wissen über Antrieb, Fahrverhalten und die Menschen ein, die das System nutzen. GoPassion ergänzte Product Discovery, UX/UI Design und App-Entwicklung. In einem mehrtägigen Workshop analysierte das gemeinsame Team die bestehende App, hinterfragte Feature-Prioritäten und schärfte die Anforderungen für reale Fahrsituationen.
Diese Klärung war entscheidend. Eine vorhandene Liste von Funktionen hätte direkt umgesetzt werden können. Stattdessen prüfte das Team, welche Funktionen im mobilen Kontext tatsächlich gebraucht werden und welche Bedienwege zu den jeweiligen Nutzergruppen passen. So entstand kein verkleinertes Abbild der Desktop-Software, sondern ein eigenständiges mobiles Produkt.
Erkenntnisse
Entscheidungen für die mobile Nutzung
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Anforderungen hinterfragen
Der gemeinsame Workshop schärfte Prioritäten und Bedürfnisse in realen Fahrsituationen, bevor der MVP-Umfang feststand.
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Vor dem Vertrag konkret werden
Eine vollständig gestaltete Prototyp-App machte Produktidee und Zusammenarbeit früh prüfbar.
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Testen, obwohl die Firmware noch entsteht
Eine geschlossene Beta brachte Rückmeldungen zur Bedienung, während technische Voraussetzungen weiterentwickelt wurden.
Verschiebung
Vom Rechner aufs Smartphone
Vorher
Zentrale Konfiguration per Desktop-Anwendung, USB-Kabel und komplexer Oberfläche.
Nachher
Mobile Konfiguration per App und Bluetooth Low Energy, mit unterschiedlichen Zugängen für Einsteiger und erfahrene Fahrer.
Prototypen
Ein Customizer für Einsteiger und Experten
- Abb. 2 Vom fertigen Profil über den Fragebogen bis zur Kurve – drei Wege zur selben Einstellung.
- Abb. 3 Der Expertenmodus zeigt Maximalleistung und Unterstützungsfaktor als Kurve je Fahrmodus.
- Abb. 4 Der Ride-Screen zeigt Fahrer- und Motorleistung nebeneinander, dazu Tempo und Akkustand.
- Jede Abbildung lässt sich vergrößern.
Umsetzung
Einsteiger und Experten bekommen unterschiedliche Zugänge
Vorher mussten Fahrer ihr E-Bike per Kabel mit einem Rechner verbinden und sich durch eine komplexe Oberfläche arbeiten. GoPassion konzipierte die Verbindungslogik und entwickelte die mobile Anwendung in Flutter. Sie verlagert zentrale Einstellungen auf das Smartphone und verbindet sich über Bluetooth Low Energy mit dem Antrieb.
Der Customizer verlangt dabei nicht von allen dasselbe Vorwissen. Einsteiger werden über Fragen an passende Einstellungen herangeführt. Erfahrene Fahrer können Breeze, River und Rocket über detaillierte Diagramme anpassen. Ein Live-Dashboard zeigt Motorleistung, Akkustand und Trittfrequenz in Echtzeit. So macht die digitale Ebene den Zustand des physischen Produkts unterwegs sichtbar.
Ergebnis
Eine App in langfristiger Weiterentwicklung
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3
konfigurierbare Unterstützungsmodi: Breeze, River und Rocket
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2
Antriebssysteme: Ride 50 und Ride 60
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5
Sprachen im Produkt
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60+
Sprints in der langfristigen Produktbegleitung
Die App wird mit den Antriebssystemen und den Anforderungen im Betrieb weiterentwickelt.
Lektion
Gute Connected Products entstehen an der Schnittstelle
Bei einem vernetzten Produkt lassen sich Hardware und Software nicht nacheinander optimieren. Die Qualität entsteht in ihrem Zusammenspiel. Dafür brauchte es FAZUAs Verständnis des Antriebs und der Fahrsituationen ebenso wie GoPassions Erfahrung mit Produktentscheidungen, Bedienung und technischer Umsetzung.
Der frühe Prototyp machte eine Idee greifbar. Der Workshop schärfte den Funktionsumfang. Die Beta brachte Rückmeldungen, bevor alle technischen Voraussetzungen abgeschlossen waren. Diese Reihenfolge war kein festes Rezept. Sie folgte den offenen Fragen des Projekts und half, Entscheidungen früh anhand eines konkreten Produkts zu treffen.
Leistungen
Unser Spektrum in diesem Projekt
Die Form zeigt, wie stark jeder unserer vier Leistungsbereiche hier gefragt war.
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Strategie
Sie wissen, was Ihr Produkt leisten soll, bevor Sie in Umsetzung investieren.
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Design
Ihre Kunden und Ihr Team verstehen das Produkt, bevor eine Zeile Code entsteht.
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Softwareentwicklung
Aus getroffenen Entscheidungen wird Software, die im Alltag läuft und sich weiterentwickeln lässt.
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Langfristige Betreuung
Ihr Produkt bleibt nach dem Start stabil und wächst mit Ihrem Geschäft.
Nächster Schritt
Wo soll Ihr physisches Produkt digital zugänglich werden?
Wenn Hardware, App und Nutzungssituation zusammen gedacht werden müssen, klären wir mit Ihnen die offenen Produktentscheidungen und entwickeln den nächsten belastbaren Stand.
Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben.
Daniel Schneider · Founder & CEO