Foxy-Check · Lokaler Handel
Aus der Idee wird Local-Check.
Foxy-Check kam mit einem Einkaufsbegleiter und einem selbstgebauten Prototyp. Eine lokale Preisstichprobe und elf Gespräche führten zu einer anderen Richtung: Local-Check.
- Kunde
- Foxy-Check
- Rahmen
- Klärung und anschließend vier Wochen Entwicklung
- Ergebnis
- Local-Check als installierbare Web-App
Leistungen in diesem Projekt
Ausgangslage
Das Lastenheft war konkret. Die tragende Annahme war offen.
Lars Nowotnick hatte aus einem vertrauten Ärger eine Produktidee gemacht: Der Lieblingskaffee ist im Angebot und trotzdem nicht zu bekommen. Sein Einkaufsbegleiter sollte aktuelle Preise vergleichen, Angebote melden, Kassenbons für Cashback erfassen und Gutscheine verwalten. Einen Prototyp hatte er bereits selbst gebaut. Gemeinsam mit seinem Bruder Rocco suchte er den Weg zur fertigen App.
Die Funktionen waren greifbar. Die Voraussetzung für das ganze Vorhaben war es nicht: Würden Menschen für einen günstigeren Einkauf tatsächlich ihren gewohnten Supermarkt wechseln?
Foxy-Check kannte Spremberg, die Wege vor Ort und den lokalen Handel. Wir konnten die Produktidee in prüfbare Fragen übersetzen und daraus Research, Design und Technik ableiten. Also begann die Zusammenarbeit dort, wo das größte Risiko lag: vor dem Bau.
Vorgehen
Erst wurde aus Funktionen eine Frage
Abb. 1 Vergrößern Ausgangspunkt des Projekts: Lastenheft und erster Prototyp des Einkaufsbegleiters.
Wir zerlegten das Lastenheft in 24 Annahmen aus acht Kategorien und sortierten sie nach Risiko. In zwei Workshops trafen Foxy-Check und GoPassion zwölf dokumentierte Entscheidungen. Bonuspunkte, Cashback oder Empfehlungen rückten dabei nach hinten. Solche Mechaniken können Nutzung verstärken. Sie schaffen aber noch keinen Grund, ein Produkt überhaupt zu verwenden.
Als erster Prüfstein entstand der Standard-Korb: 31 Artikel, betrachtet über vier Märkte. Wir entwickelten die Erhebungsmethode und den Gesprächsleitfaden. Die Fragen sollten nicht herausfinden, ob Menschen die vorgestellte App sympathisch fanden. Sie sollten sichtbar machen, wie sie heute einkaufen und wann ein Preisunterschied ihr Verhalten tatsächlich verändert.
Lars und Rocco gingen mit diesem Material ins Feld. Eine Woche lang notierten sie Preise in vier Märkten. Danach führten sie elf Straßeninterviews in Spremberg. Wir werteten beides aus.
Bei 16 von 31 Artikeln unterschieden sich die erhobenen Preise zwischen den vier Märkten nicht. Auch die Gespräche gaben Hinweise auf die Bedeutung von Gewohnheit und kurzen Wegen. Das Sparversprechen ließ sich in dieser kleinen lokalen Stichprobe nicht bestätigen. Das war kein Urteil über den Markt, aber genug, um die nächste Produktentscheidung zu treffen. Foxy-Check und GoPassion entwickelten die geplante Richtung auf Basis der gemeinsam erarbeiteten Daten weiter.
Erkenntnisse
Was die Untersuchung für das Produkt bedeutete
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Stichprobe statt Gewissheit
Das Sparversprechen ließ sich in der kleinen lokalen Stichprobe nicht bestätigen; endgültig widerlegt wurde es damit nicht.
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Feldarbeit auf Kundenseite
GoPassion entwickelte Methode und Leitfaden. Lars und Rocco erhoben Preise und führten die Gespräche in Spremberg.
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Technik folgt der Entscheidung
Web Push wurde zuerst auf realen Geräten geprüft. Danach entstand die installierbare Web-App.
Verschiebung
Vom Preisvergleich zu lokalen Angeboten
Vorher
Eine native Einkaufs-App mit Preisvergleich, Bon-Scan, Cashback und weiteren ungeprüften Funktionen.
Nachher
Local-Check als direkter Weg vom lokalen Händler über QR-Code und Web Push zu Menschen in der Umgebung.
Prototypen
Vom Standard-Korb zu Local-Check
- Abb. 2 Eine Woche Preise erheben: bei 16 von 31 Artikeln lag die Streuung über vier Märkte bei null.
- Abb. 3 Elf Straßeninterviews nach einem Leitfaden, der keine Wunschantworten zulässt.
- Abb. 4 Angebot anlegen in sieben Feldern, beim Kunden kommt es per Push an.
- Jede Abbildung lässt sich vergrößern.
Umsetzung
Aus einer anderen Spur wurde Local-Check
In der Vorbereitung hatte es bereits eine weitere Spur gegeben: regionale Angebote sichtbar machen. Nach der Auswertung bekam sie Gewicht. Nicht eine Plattform mit bundesweitem Preisversprechen stand nun im Mittelpunkt, sondern ein kurzer Draht zwischen einem Händler und Menschen in seiner Umgebung.
Daraus entstand Local-Check. Händler tragen ihre Angebote über ein kurzes Formular ein. Im Laden führt ein QR-Code direkt zur Web-App. Es braucht weder Konto noch Registrierung. Wer Push-Mitteilungen zulässt, kann neue Angebote direkt auf dem Smartphone erhalten. Der Händler bleibt dabei als Absender erkennbar.
Statt einer nativen App mit vielen Funktionen entstand eine installierbare Web-App mit einem klaren Weg vom Aufsteller zum Angebot. Web Push prüften wir auf realen Geräten, bevor wir Produktcode schrieben. Danach verdichteten wir die Entscheidungen und bauten die Web-App innerhalb von vier Wochen. Dazu gehören die Oberfläche, das Händlerformular, Web Push, der Prozess und die Datenbank. Bekannte technische Grenzen wurden in einem Betriebsregister dokumentiert und mit dem Produkt übergeben.
Ergebnis
Local-Check ist gebaut und im Alltag prüfbar
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31
Artikel in vier Märkten erhoben
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11
Straßeninterviews in Spremberg
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12
gemeinsam dokumentierte Entscheidungen
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4 Wochen
Bau der Web-App nach der Klärung
Local-Check ist technisch gebaut und in Spremberg gestartet. Ob Menschen scannen, Push zulassen, wiederkehren und ob ein tragfähiges Geschäftsmodell entsteht, wird noch geprüft.
Lektion
Eine neue Richtung aus gemeinsamer Arbeit
Foxy-Check brachte die Idee, die Ortskenntnis und die Bereitschaft mit, die Annahmen selbst im Feld zu prüfen. Wir entwickelten die Untersuchung, werteten sie aus und übersetzten die Erkenntnisse in ein verändertes Produktkonzept.
Damit wurde aus dem Lastenheft ein anderer erster Produktstand. Die Zusammenarbeit umfasste beides: herausfinden, was gebaut werden sollte, und es anschließend gestalten und entwickeln.
Leistungen
Unser Spektrum in diesem Projekt
Die Form zeigt, wie stark jeder unserer vier Leistungsbereiche hier gefragt war.
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Strategie
Sie wissen, was Ihr Produkt leisten soll, bevor Sie in Umsetzung investieren.
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Design
Ihre Kunden und Ihr Team verstehen das Produkt, bevor eine Zeile Code entsteht.
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Softwareentwicklung
Aus getroffenen Entscheidungen wird Software, die im Alltag läuft und sich weiterentwickeln lässt.
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Langfristige Betreuung
Ihr Produkt bleibt nach dem Start stabil und wächst mit Ihrem Geschäft.
Nächster Schritt
Welche Annahme entscheidet über Ihr Produkt?
Sie bringen die Idee und das Wissen aus Ihrem Geschäft mit. Wir bringen Fragen, Methoden, Design und technische Umsetzung ein und entwickeln mit Ihnen einen belastbaren nächsten Schritt.
Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben.
Daniel Schneider · Founder & CEO